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Profis für die Presse

10.06.2016

"Wirtschaft im Südwesten" stellt den neuen Beruf Stanz- und Umformmechaniker vor.

Moderne Stanz- und Umformanlagen in der Metallbearbeitung kosten mittlerweile siebenstellige Beträge. Mit dem Preis wachsen die Anforderungen an diejenigen, die solch teure Maschinen bedienen. Früher arbeiteten viele Um- und Angelernte in diesem Bereich der Produktion. Die neue Technologie erfordert nun aber andere Qualifikationen. Seit drei Jahren gibt es deshalb den neuen dreijährigen Ausbildungsberuf des Stanz- und Umformmechanikers.

Stanzautomaten und Pressen, wie sie im Automobilbau, in der metallbearbeitung, im Maschinen- und Anlagenbau oder in anderen Industriezweigen eingesetzt werden, sind heute meist CNC-gesteuerte Anlagen. Das heißt, sie müssen programmiert und eingerichtet werden, die Produktion muss getestet und überwacht werden, gegebenenfalls wird nachjustiert oder Störungen müssen identifiziert und behoben werden.

Die Aufgaben sind so komplex geworden, dass viele Firmen Schwierigkeiten haben, die richtigen Fachkräfte dafür zu finden beziehungsweise zu qualifizieren. Das Bundesinstitut für Berufsbildung riet deshalb in einer Expertise dazu, einen neuen dreijährigen Ausbildungsberuf zu schaffen, um die nötigen experten zu generieren. Mit einer Verordnung aus dem Jahr 2013 wurde der „Stanz- und Umformmechaniker“ ins Leben gerufen; zum Ausbildungsjahr 2014/15 starteten die ersten Lehrlinge in diesem neuen Beruf.

An den Beruflichen Schulen Kehl(BSK) gibt es seither eine ganze Klasse mit 17 angehenden Stanz- und Umformmechanikern – es ist die bislang einzige in Deutschland. Der Unterricht findet in Blockform statt, sodass auch Azubis aus größeren Entfernungen das Wohnheim nutzen und daran teilnehmen können. Die fachliche Kompetenz war in Kehl vorhanden: die BSK hatte bereits viele Jahre den Ausbildungsberuf des Verfahrensmechanikers für Stahlumformung als Landesfachklasse unterrichtet. Die IHK Südlicher
Oberrhein ist Leitkammer für diesen Beruf und lässt die Abschlussprüfungen durch den eigenen Prüfungsausschuss erstellen.

Berufsschule, IHK und einige Ausbildungsbetriebe setzten sich deshalb erfolgreich dafür ein, auch den Stanz- und Umformmechaniker als neuen Ausbildungsberuf in der Region einzurichten. Eine besondere Herausforderung für Schule und Betriebe ist, dass es noch keine Schulbücher für den neuen Beruf gibt, zumal die Ausbildungsinhalte ganz neu sind. „die Inhalte werden durch enge Zusammenarbeit zwischen Betrieben, IHK und Schule gefüllt“, berichtet Berufsschullehrer Kurt Stephan. Es finden zahlreiche Erfahrungsaustausche, Lernortkooperationen, Betriebsbesichtigungen und Unterrichtseinheiten in den Betrieben statt. Vergangenes Jahr reisten Lehrer, IHK-Mitarbeiter und einige Ausbilder aus den Betrieben gemeinsam nach Dortmund, um sich dort mit Kollegen auszutauschen, die den Beruf bereits ein Jahr länger anbieten. Mittlerweile wurde hier auch schon der Prüfungsausschuss gebildet, sodass im Frühjahr der erste Jahrgang der Stanz- und Umformmechaniker Teil I ihrer Prüfung ablegen konnte.

Zu den Pionieren unter den Ausbildungsbetrieben zählen die Progresswerke Oberkirch (PWO) und die Ernst Umformtechnik in Oberkirch. Die Ausbilder Ulrich Schindler (PWO) und Jens Boeuf (Ernst) haben sich von Beginn an für die neue Ausbildung engagiert und schließlich selbst Lehrlinge dafür akquiriert. Zwei junge Männer lernen bei Ernst Stanz- und Umformmechaniker, zwölf sind es bei PWO. Die Erfahrungen sind überwiegend positiv, wenngleich es bisweilen noch schwierig ist, junge Leute für einen kaum bekannten Ausbildungsberuf zu begeistern. Die Unternehmen werben bei ihren Partnerschulen dafür, auf Berufsinformationsveranstaltungen und auch im eigenen Betrieb.

Bei PWO haben einige Azubis vom zweijährigen maschinen- und Anlagenführer umgesattelt. Diese Entscheidung kann sich lohnen, denn für fertige Stanz- und Umformmechaniker ergeben sich gute Perspektiven, wie Ausbilder Boeuf betont: Wer Verantwortung für teure Pressen und Stanzen übernimmt kann sich als Teamleiter und für andere Führungspositionen eignen.

(Quelle: Wirtschaft im Südwesten 06/2016)

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